Tierärztliche
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Dr. Thomas Liedtke
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Herbstzeit = Igelzeit

Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm viele Fragen rund um den Igel.

Generell gilt der Igel als geschützte Art, weshalb es verboten ist ihn aus der Natur zu entnehmen.
Eine Ausnahme bilden hilfsbedürftige Igel, sie dürfen kurzeitig aufgenommen werden um sie  sachgemäß zu pflegen und aufzuziehen.  Ist der Igel wieder gesund und kräftig muss er auf jeden Fall wieder in die Natur entlassen werden.


Welche Igel benötigen unsere Hilfe?

Verletzte Igel:                     
Wird ein Igel in der Nähe einer Straße oder anderen Gefahrenquelle gesichtet, sollte man ihn zunächst aus der  Ferne in Augenschein nehmen um zu überprüfen, ob Verletzungen bestehen. Besteht eine Verletzung kontaktieren sie uns bitte.

Alte und kranke Igel:         
Ist ein Igel auch tagsüber auf Futtersuche, torkelt, hustet oder ist abgemagert benötigt er Hilfe.

Verwaiste Igelbabys:          
Igelbabys die tagsüber außerhalb des Nestes unterwegs sind oder noch geschlossene Augen und Ohren haben sind hilfsbedürftig. Die Babys zunächst nicht anfassen und eine Zeit lang beobachten, ob die Mutter nicht doch nur kurz abwesend war.

Jungtiere:                            
Es kommt vor, dass spätgeborene Jungtiere es nicht schaffen sich genügend Fettpolster an zu fressen. Diese Tiere wandern noch bei niedrigen Temperaturen umher auf der Suche nach Futter. Hat ein Igel weniger als ca. 600g kann er nicht alleine Überwintern.

Haben sie einen hilfsbedürftigen Igel gefunden oder aufgenommen melden sie sich bitte in unserer Praxis.
In der Regel können sie selbst eine Erstversorgung mit frischem Trinkwasser und Katzenfutter vornehmen, Ausnahmen sind natürlich schwer verletzte oder noch säugende Jungtiere.

Sie können auch dem gesunden Igel bei der Überwinterung helfen!
Bereits im Oktober beginnen die älteren Tiere Ihr Winternest zu bauen, jüngere Igel sind noch damit beschäftigt sich rund zu fressen. Ideal für die Überwinterung sind Laubhaufen, tote Äste, Reisig, Hecken und Erdmulden. Neben diesen natürliche Unterschlüpfen kann man in seinen Garten auch ein Igelhäuschen zur  Überwinterung aufstellen. Ab Mitte November schlummern die meisten Igel, mit Ausnahme von kurzen Unterbrechungen verschlafen sie die dunkle Jahreszeit bis in das nächste Frühjahr. Je nach Wetterlage beenden sie ihren Winterschlaf  zwischen April und Mai

Deshalb gilt:                        
Einmal geschaffene Unterschlüpfe nicht mehr versetzen, geben sie acht beim Mähen unter tief liegenden Zweigen, beim beseitigen von Sträuchern etc.